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»Trappeto-Solingen-Trappeto… und zurück«

preistraegerAm 20. Dezember 1955, vor 65 Jahren, unterzeichneten Italien und Deutschland das erste Anwerbeabkommen. Danach sind ganze Dörfer ausgewandert. Die Italiener verstreuten sich auf der ganzen Welt. Nicht aber die Einwohner von Trappeto, einem Dorf bei Palermo. Die Trappetesi landeten fast allesamt in Solingen-Ohligs.

»Komm her, hier gibt es Arbeit.« Dem Onkel folgte die Nichte, der Schwager, der Bruder. Die Trappetesi haben bei Bremshey in Solingen den Knirps und den Servierwagen Dinett produziert. Und natürlich Scheren, Messer und Klingen. Sie haben ihre Sprache mitgebracht und ihre Kultur und prägen das Solingen von heute.

Solingen, Stadtteil TrappetoWie leben sie heute? Konnten sie ihre Träume in Deutschland verwirklichen? Und wie ist das in Trappeto: Im Dorf spricht fast jeder Deutsch und fast jeder einmal hat in Solingen gearbeitet. Haben sie es geschafft? Mit welchen Erinnerungen blicken die Trappetesi auf Solingen zurück?

»Trappeto-Solingen-Trappeto… und zurück« – eine Multimedia-Reportage im Deutschlandradio Kultur.

Wer ich bin

Ein paar berufliche Schleifen waren schon nötig, bis ich sagen konnte: Journalismus und nichts anderes! Seit 30 Jahren Journalistin und Buchautorin, davon die meiste Zeit als Freie für Print und Hörfunk, ohne Ambitionen, ins Festangestelltendasein zu wechseln.

Lieblingsgenre: Reportagen und Porträts. Die Mischung macht's: Material sammeln und recherchieren, rausgehen, hinschauen, fragen und zuhören, mit viel Neugier und ohne Herablassung. Menschen mit dem persönlichen Blick begegnen, ja bitte, aber die eigenen Schubladen dabei geschlossen halten, das auch. Dann erst geht's wieder zurück zum Schreibtisch. Wo nichts geht ohne Handwerk. Und Kunst? Das auch. Die ist schön, macht aber viel Arbeit. Soll Karl Valentin gesagt haben.

Michaela Böhm

Mit wem ich zusammenarbeite

Fotografie

Bert Bostelmann, »Call-and-Run-Fotograf«, Agentur bildfolio

Hörfunk

Oliver Weilandt,
Hörfunkjournalist

Grafik & Web

Frank Walensky-Schweppe, LingoVision Hamburg

Print: Schwarz auf weiß

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Frankfurter RundschauIn der HerdeArtikel lesen

Journalistenpreise

Grimme Online Award 2016. In den 1960er Jahren wanderten Tausende Trappetesi aus ihrem Fischerdorf in Palermo nach Deutschland aus und landeten fast allesamt in Solingen – einer Stadt, in der nun über 5.000 Italiener ihre Sprache, Tradition und Kultur leben. In der Multimedia-Reportage »Trappeto-Solingen-Trappeto« erzählen Michaela Böhm und Stephan Morgenstern ihre Geschichten.

3. Preis beim Internationalen Medienpreis Frankfurt 2010, gemeinsam mit Stephan Morgenstern für die Audio-Slide-Show über die Münchener Straße auf der Internetseite der Frankfurter Rundschau, 2010 (Bild rechts).

Anerkennungspreis des Verbandes der hessischen Zeitungsverleger »Für die lokale Presse« für die Reportage über den Freitod eines Jugendlichen in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt-Höchst in der Frankfurter Rundschau, 1989.

Michaela Böhm und Stephan Morgenstern

Schreibcoach

»Bemühung um besseren Stil ist Bemühung um demokratischere Verhältnisse.« (Ernst Alexander Rauter)

schreibcoachWer schreibt, möchte gelesen werden. Der will, dass Leser ihre Zeit verschenken. Mit der sie knapsen und geizen. Die meisten Texte werden aber überflogen, weggelegt und weggeklickt. Da bleibt nur eins: Wer schreibt, darf Leser nicht verscheuchen und langweilen, sondern muss sie interessieren.

Schreiben ist Handwerk. Und Handwerk lässt sich lernen.

  • Warum Deutschlehrer nicht immer eine Hilfe waren
  • Was ein Fahrstuhl mit einem Text zu tun hat
  • Wieso es nicht egal ist, welche Begriffe wir verwenden
  • Was Form und Inhalt miteinander zu tun haben
  • Wie ein schwieriges Thema die Leser erreicht
  • Warum Bürokraten-, Juristen- und Gewerkschaftsdeutsch nicht einmal Bürokraten, Juristen und Gewerkschafter verstehen.

Ich biete Schreibwerkstätten für Betriebs- und Personalräte und Gewerkschafter an.

Moderation

Podiumsdiskussionen in Sälen und auf Betriebsversammlungen oder Schlussrunden bei Fachtagungen und Aktionen – das geht nicht ohne Moderation. Auf dem Foto: #FairWandel, Aktionstag der IG Metall am 29. Oktober 2021 in Frankfurt am Main.

#FairWandel, Aktionstag der IG Metall am 29. Oktober 2021 in Frankfurt am Main

Multimedia: Wenn Bilder sprechen

Eine Collage aus Fotos, Musik, O-Tönen, Sprechertexten und Atmo, in der Fachsprache Audio-Slideshow genannt, ist die schönste multimediale Vernetzung zwischen Fotografen und Reportern. Auch wenn sich beide bei der Arbeit stören. Die Reporterin steht im Bild, der Fotograf knipst just während der Audioaufnahme. Das Produkt kann sich aber sehen und hören lassen.


Multimedia-Spezial Münchener Straße: Einmal um die halbe Welt

Ausgezeichnet mit dem 3. Platz beim Internationalen Medienpreis Frankfurt 2010

Die Friseurin, die auf krauses Haar spezialisiert ist, das Geschäft, in dem Eltern ihre Jungs fürs islamische Beschneidungsfest einkleiden, das vietnamesische Restaurant, in das die Gäste vor allem zum Karaokesingen kommen, die Kneipe, die als "letzte deutsche Insel" gilt: In der Münchener Straße könnte man glatt vergessen, dass man in Deutschland ist. Ein Multimedia-Streifzug im Frankfurter Bahnhofsviertel in Zusammenarbeit mit Stephan Morgenstern bei FR-online.de.


Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls

Wissen Sie noch, wo die Grenze war? Die Zonengrenze, wie sie viele unverdrossen weiter nannten, als sie schon längst Grenze zur Deutschen Demokratischen Republik hieß.

Wie war das Leben an der Grenze damals, als sich der junge Mann von seiner Freundin am Schlagbaum verabschieden musste, weil er keinen Passierschein fürs Grenzgebiet hatte? So nah an der Grenze, so nah am Klassenfeind.

Fotos und Geschichten von der Grenze, von Grenzdörfern und Grenzbewohnern. Ein Gemeinschaftsprojekt mit Stephan Morgenstern und Erla Bartmann für die Internetportale der Frankfurter Rundschau, des Kölner Stadtanzeiger, der Mitteldeutschen Zeitung sowie der Bundeszentrale für politische Bildung.


 

Radio, nur für die Ohren

Zum Termin rennen, Mikro hinhalten, Aufnahme, stopp, aus, in die Redaktion hetzen, Beitrag basteln – dieser Journalismus ist nicht meiner. Lieber recherchiere ich mehr, bleibe beim Termin länger, vereinbare noch einen zweiten und dritten und nehme mir Zeit für den Beitrag. Und der darf gern auch länger sein. Deshalb sind mir die Sendeplätze am liebsten, die dem Hörer auch Zeit zum Zuhören geben. Trotzdem hören Sie hier nur Ausschnitte aus den Beiträgen und können sie nicht in voller Länge herunterladen:


Ciao, Don Giovanni

Tausende von Italienern waren nach Deutschland gekommen. Lauter junge Männer, traurig vom Abschied und voller Hoffnung. Der Empfang ist herzlich. Doch das Leben in den Baracken ist schwer. Die deutschen Pfarrer sind bald überfordert, ihre Kollegen aus Italien sollen helfen. Don Giovanni kam gern. 24 Jahre lang hat der Priester die italienisch-katholische Gemeinde in Frankfurt am Main betreut. Jetzt ist er in den Ruhestand gegangen. Und mit ihm ein Stück Geschichte italienischer Migration. DeutschlandRadio Berlin, Länderreport, 2. Mai 2002.


Wenn der Verstand stirbt

tonstudio_02»Bin nit böse. Wir vertragen uns doch gut. Wenn einer kommt und blöde Mist babbele tut, der kriegt von mir eins von vorn. Da gibt's eine, die ist bekloppt. Da gibt's Kloppe zurück.« Cornelia Merten ist der Typ freundliche, alte Dame. Schlank, gepflegt, gut angezogen. Nur manchmal verliert sie mitten im Satz die Contenance. Cornelia Merten hat Alzheimer und wird von ihrer Tochter betreut. Wenn der Verstand stirbt. WDR 5, Neugier genügt, März 2002.


Arbeit zweiter Klasse

Es ist schlimm, arbeitslos zu sein. Es ist aber keineswegs immer schön, Arbeit zu haben. Arbeitsverhältnisse werden prekärer. Es gibt zunehmend Arbeitnehmer zweiter Klasse. Sie werden verliehen, sind scheinselbstständig oder brauchen mehrere Jobs zum Überleben. Zum Beispiel Sybille Nicolai. Sie hat einschlägige Erfahrungen mit der Zeitarbeitsfirma Manpower gemacht. HR 2, Der Tag, Arbeit zweiter Klasse, 13. März 2006.


Das modernste Werk der Welt

Arbeit im Minutentakt. Das Fließband in der Autoproduktion ist zurückgekehrt. Richtig ausrangiert war es nie. Aber die Arbeit ist monotoner geworden und Handgriffe sind bis auf die Sekunde geplant. Das neue Opelwerk in Rüsselsheim gilt als das modernste Werk der Welt. DeutschlandRadio Berlin, Länderreport, 18. Februar 2002.


Raus aus der Schmuddelecke

Im Mai 2001 hatte die rot-grüne Koalition ein Gesetz zur Verbesserung der rechtlichen und sozialen Situation von Prostituierten zur ersten Lesung in den Bundestag eingebracht. Nun soll das Gesetz mit einigen Änderungen in die zweite und dritte Lesung kommen. Und in der Tat hat es noch bis zuletzt Änderungen gegeben. Michaela Böhm und Oliver Weilandt haben sich umgehört, bei Huren und Bordellbetreibern, bei Politikern und Katholiken, Protestanten und Juristen. Was bringt das Gesetz in seiner jetzigen Fassung? Wem nützt es? Und kann eine Prostituierte bald sagen: Ich bin Hure und was machen Sie beruflich? Deutschlandfunk, Hintergrund Politik, 9. Mai 2001.


»Wenn es kracht und knirscht – Kreuzbandriss«

Für den englischen Stürmer war die Weltmeisterschaft schon im Spiel gegen Schweden vorbei. Michael Owen hatte sich das vordere Kreuzband gerissen. Von Profi-Fußballern kennen wir das. Lothar Matthäus ist es passiert, und Nationalspieler Jens Nowotny hat sich gleich vier mal das Kreuzband gerissen. Doch noch häufiger als Profis erwischt es Freizeitsportler. Der Kreuzbandriss ist eine langwierige und häufige Knieverletzung. Die Frage ist: Muss das Knie überhaupt operiert werden? Wenn ja – wann? Und vor allem: Wie finde ich den richtigen Arzt? WDR 5, Leonardo, 5. September 2006.

Burnout

Thema bei Phoenix am 4. Oktober 2011

Burnout, was ist das überhaupt? Nur eine Modediagnose? Oder die Folge von Arbeitsbedingungen, die Menschen immer mehr abverlangt, bis sie eines Tages nicht mehr können.

Zu Gast im Phoenix-Studio: Michael Schonnebeck, Burnout-Experte der Psychosomatischen Tagesklinik Köln, und Michaela Böhm, Journalistin. Moderation: Thomas Bade.


2011_burnout_u1Leer, erschöpft, ausgebrannt

Kaffee oder Tee? Wer ausgebrannt ist, den wird diese Entscheidung schlicht überfordern. Das Pop-Duo Rosenstolz hat es erwischt und auch den Schalke-Trainer Ralf Rangnick. Wieder sind es Prominente, wieder überschlagen sich die Berichte in den Medien.

In der normalen Arbeitswelt geht es zwar nicht so spektakulär zu, aber nicht weniger dramatisch. Die geistige, körperliche und seelische Erschöpfung trifft den Schichtarbeiter und Freiberufler, die Leiharbeiterin und den Betriebsrat. Burnout ist weder eine Modeerscheinung noch eine Prominentenkrankheit. Wie Betriebsräte sich selbst schützen und was sie für Betroffene im Betrieb tun können, darum geht es in meinem Buch der IG Metall.